Raub der Proserpina

Nr. 217

Nach einem ungezeichneten Artikel der Stuttgarter Zeitung (21/2/1961) schuf der Bildhauer Ludwig Hofer drei Versionen dieser Figurengruppe. Eine stand im ehemaligen Stadtgarten bei der Liederhalle, eine kam in Privatbesitz und die dritte, „die mit der unbekleideten Proserpina“, erhielt der damalige König Karl 1884 als Geschenk. Sie kam dann später zunächst in das Museum der bildenden Künste (heute Staatsgalerie), anschließend in den Hof des damaligen Kronprinzen-Palais. Dort wurde sie im Zweiten Weltkrieg beschädigt. Nach 1945 gelangte sie dann über die Staatsgalerie, den Höhenpark Killesberg 1970 als Leihgabe ins Lapidarium. Die Skulptur stellt dar, wie der Gott der Unterwelt, Pluto, die Tochter des Jupiters und der Ceres, Proserpina, raubt und in die Unterwelt entführt. Neben Plutos rechtem Bein kauert der dreiköpfige Höllenhund Zerberus. Unten an der Plinthe, rechts der Hauptansicht, steht die Inschrift: Raub der Proserpina/ …erfunden und ausgeführt im Jahre 1881/ von Ludwig Hofer:/ geb. zu Ludwigsburg.“ Auf der Plinthe links stand die nicht mehr lesbare Inschrift: „Wenn das Ziel auch meinen Kräften unerreichbar blieb; an Fleiß und Mühe hat es nicht gefehlt.“ (Goethe, Tasso)

Jahr: 1881

Material: Marmor

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