Fensterumrahmung von der Hohen Karlsschule

Nr. 241/242/244

Der Anfang der Hohen Karlsschule bildete eine 1770 gegründete Gärtnerschule für 14 Soldatenkinder auf der Solitude, in der bald auch Stukkateure, Musiker und Tänzer ausgebildet wurden. Diese Schule erhielt 1773 die offizielle Bezeichnung „Militär-Akademie. 1775 wurde sie in die 1740 erbaute Untere Kaserne hinter dem Neuen Schloss verlegt, die zuvor durch den Hofbaumeister Reinhard Ferdinand Heinrich Fischer (1746 – 1813) um- bzw. ausgebaut worden war. Durch die beträchtliche Erweiterung des Lehrangebots wurde die Akademie 1782 in den Rang einer Universität erhoben. Die „Hohe Carlsschule“ wie der Herzog Carl Eugen seine Schöpfung nun zu nennen befahl, konnte mit Recht von sich behaupten, die modernste und umfassendste Bildungseinrichtung ihrer Zeit zu sein. Als der Herzog 1793 starb, ließ sein Nachfolger aus Kostengründen die Lehranstalt aufheben. Die im 2. Weltkrieg zerstörten Gebäudeteile wurden nach 1945 abgerissen. Vermutlich gehören die drei im Lapidarium aufgestellten Teile zu verschiedenen Partien des Gebäudes und wurden zu einem Pasticcio zusammengesetzt.

Jahr: 1740 (?)

Material: Sandstein

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