Die Antikenwand

Die Antikenwand ist der Anbringungsort der hier vorgestellten Antikensammlung des Karl von Ostertag-Siegle (1860-1924). Einige rundplastische Fragmente sind, vermutlich wegen ihres Formats, frei oberhalb der Treppe des Wandelgangs aufgestellt. Erwähnenswert ist das für Stuttgarter Verhältnisse einzigartige Schicksal der hier zusammengetragenen Objekte: Wohl bei Ostertag-Siegles Rom-Reisen im frühen 20. Jh. im römischen Kunsthandel erworben, wurden die zur Sammlung angewachsenen Fragmente in der anschaulichkeitshalber so bezeichneten „Antikenwand“ vermauert. Ein Photo im Bestand des Stadtarchivs Stuttgart, das in die Jahre zwischen 1908 und 1912 zu datieren sein dürfte, zeigt die ‚Antikenwand‘ im Aufbau, d.h. schemenhaft ist zu erkennen, dass erste eingelassene Fragmente die Mauer zieren.

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