Inschriftentafel vom Hofmarschallenhaus
Nr. 53
Die Tafel war am ehemaligen Hofmarschallenhaus, Kanzleistraße 24, angebracht, das 1932 abgebrochen wurde. An seiner Stelle steht heute das Gewerkschaftshaus (Willi-Bleicher-Straße). Das 1578 erbaute Gebäude war 1604 von Herzog Friedrich I. seinem Hofrat Freiherr Benjamin von Bouwinghausen-Wallmerode (1570 – 1635) für seine erfolgreichen diplomatischen Missionen geschenkt worden. Vgl. Wais II, S. 310/311. Die lateinische Inschrift lautet in der Übersetzung (Wais): „Nach Aufrechterhaltung des Friedens ist gut leben und noch besser sterben. Im Jahre Christi 1595 unter Kaiser Rudolf II. zum Staatsdienst durch den erlauchtesten Herzog Friedrich I. von Württemberg berufen, nach glücklicher Vollführung von Gesandschaften zu fast allen christlichen Königen und Fürsten des Erdkreises, im Jahre 1604 mit diesem Bauplatz, Garten, Quellwasser und Haus in freigebiger Weise zum Zeichen der Dankbarkeit und Hochachtung beschenkt, hat Benjamin Bouwinghausen von Wallmerode nach vollständiger Neuerbauung dieses Gebäudes und nach Ausstattung des anderen mit vielen Zutaten, zur Freude des trefflichsten Fürsten Johann Friedrich, zum Schmuck von Hof und Stadt, zu Nutz und Gebrauch für sich und die Seinen, seine Herren, Freunde und Nachkommen, dies alles hier mit nicht geringen Unkosten erweitern, ausschmücken und errichten lassen. Gefertigt in Paris im Jahre Christi 1611.“
Jahr: 1611
Material: Marmor/Sandstein