Brunnenfigur Pallas Athene
Nr. 10
Die Figur stammt nach G. Wais I (S. 110), wie auch Nr. 36, aus dem ehemaligen „Neuen Lusthaus“ am Schlossplatz (vgl. Nr. 101). Beim Beginn der Bauarbeiten am Wagenburgtunnel im Jahre 1941 wurde sie im Garten des Hauses Urbanstraße 41 aufgefunden. Von dort kam sie in das alte Steinhaus und wurde dann nach 1946 ins Lapidarium gebracht. Die Figur steht auf ihrem linken Bein, das rechte ist leicht angewinkelt. Ihr rechter Arm ist erhoben, mit dem sie wohl einen Speer umfasste, der größtenteils verloren ist; mit dem linken Arm stützt sie sich auf den Schild, der in einer großen Volute endet. Der Vogel auf dem Strunk an Ihrer rechten Wade dürfte eine Eule darstellen; sein Kopf ist abgeschlagen. Pallas Athene (lateinisch Minerva) war in der griechischen Mythologie die Göttin der Weisheit und Schirmherrin der Künste und Wissenschaften. Gleichzeitig war sie auch Schutzgöttin der Stadt Athen. Die Eule war ihr symbolisch zugeordnet.
Jahr: um 1700 (Wais)
Material: Sandstein